Das Eichhönchen und die Reise ins Nirgendwo
„Auf Auf!“ sagte der Hahn an diesem einen besagten Nachmittag. Sein Schwarzer Kopf erstrahlte in der frühen Abendsonne. „Ich bin nun da um mit euch einen schönen Abend zu erleben!“ fügte er hinzu. Das Schaf wandte sich um begrüßte den Hahn herzlich, legte die Golfschläger an die Seite, mit denen er zuvor noch die Zeit verbrachte, und drehte sich zum Eichhörnchen um, welches ebenfalls im Stall einen Platz eingenommen hatte.
„Ich sagte doch, dass wir noch es noch schaffen werden das Treffen der Tiere zu besuchen!“ mähte das Schaf.
Das Eichhörnchen, etwas grimmig gestimmt antwortete flux mit einem einfachen „Dann lasst uns sofort aufbrechen!“ und sofort sprangen die drei auf um sich in Richtung Tierversammlung zu bewegen.
Dem Hahn mit seinem großen schwarzen Kopf fiel ein, dass der Dachs ebenfall dasselbe Ziel hatte, also hielt man an seiner Höhle.
Die drei riefen mit voller Kraft: „Meister Dachs! Meister Dachs!“, doch es tat sich nichts.
Wieder riefen die drei: „Meister Dachs! Meister Dachs!
Langsam trottete Meister Dachs aus der Höhle. Ich bleibe zu Hause brummte er. Alle Überredungskünste, die vor allem das Eichhörnchen hatte, brachten kein Ergebnis. Der Dachs blieb also bei Frau und Kindern zu Haus.
Man hatte eine Reise von mehreren Meilen vor sich jedoch war die Distanz recht zügig bezwungen, was wohl mit an den ca.90 Pferden lag, die das Gefährt des Hahns bewegten.
Dort angekommen fühlten unsere Helden den Duft des Frühlings.
Mit der Sonne im Gesicht war den drei Tieren nichts lieber als einige Minuten bis Stunden den frühen Abend zu genießen und ein paar der gegorenen Früchte zu sich zu nehmen, die sie von zu Hause mitbrachten.
Man bekam Besuch. Zufällig, wirklich zufällig, kam die Ratte auf seinem zweirädrigen Gefährt um die Ecke gefahren.
Wie wohl allen meinen Lesern bekannt sein sollte ist die Ratte eine überhebliche Figur, deren Charakter auf dem eigenen besitz aufgebaut ist. Die Ratte redet sehr viel. Viel zu viel fand das Eichhörnchen. Gut, dass das schnell vorbei war.
Die Versammlung hatte schon begonnen und einige Tiere musizierten vergnügt. Dies sollte ein schöner Abend werden. Wie gesagt der Abend sollte ein schöner werden…sollte.
Es war kurz vor Mitternacht als das Eichhörnchen ein Unwohles Gefühl verspürte.
Sein blick trübte sich, die Orientierung schwand, die Hilferufe wurden überhört.
Woher kam dieses Gefühl? Das Eichhörnchen hatte eine Vermutung war sich jedoch nicht sicher.
Möglicherweise waren zu viele gegorene Früchte im Spiel gewesen. Nie hatten diese sich jedoch so ausgewirkt.
Es suchte etwas Bekanntes etwas das seine Not lindern würde. In mitten von hunderten von Tieren fand er schließlich den Esel und das Känguru, er erklärte das Gefühl, das in ihm wohnte jedoch erkannte niemand von ihnen die Gefahr, die dieses Gefühl mit sich bringen würde.
Das Eichhörnchen zog weiter durch die Menge. Eine Maus saß am Wegesrand. Beinah wäre es übersehen worden. Es jammerte. Das Fell der Maus was nicht für nächtliche Temperaturen ausgelegt. Das Eichhörnchen, sehr wohl selbst in Nöten streifte Fürsorglich sein Jackenartiges Fell ab und überließ es der Maus. Es selbst fror nicht also war diese barmherzige Tat kein wirkliches Opfer gewesen.
Gedanken durchstreiften den Kopf des Nussliebhabers; wo waren das Schaf und der Hahn geblieben? Dieser Weg, so schien es musste allein gegangen werden.
Bekannte wurden getroffen, helfen konnten sie jedoch nicht.
Plötzlich, ganz plötzlich sah das Eichhörnchen etwas sehr schönes in der Luft schweben.
Zwei Feen beugten sich zu ihm herunter. „Dein Geist schwindet so scheint es uns! Wir wünschen dir viel Glück auf deinem Weg! Achte auf dich!“ Die Feen verschwanden so plötzlich wie sie auftauchten.
Eine magische Kraft zog unseren kleinen Freund hinfort. Er merkte wie seine Beine ihn trugen, doch wohin? Wohin würde das Schicksal ihn ziehen?
Eine Art Ohnmacht überfiel unseren kleinen haarigen Freund.
Verschwommene Bilder von Tieren, fremden fremden Tieren, das ist alles was wahrgenommen werden konnte.
Ein unerträgliches Gefühl überkam ihn als er zu sich kam. In einer Art und Weise war der Ort an dem er sich befand vertraut.
Nicht in der Lage eines seiner Gliedmaßen zu bewegen lag das Eichhörnchen da. Angewiesen auf die Gnade des Herrn, angewiesen auf Hilfe.
Nein nein! Diese Geschichte endet nicht mit dem Tod des Nagers, den ein kurzer Kraftschub gab ihm die Möglichkeit seinen Weg in der Fremden Welt fortzusetzen. Weit kam er nicht jedoch traf er auf Tiere, Tiere bei denen er sich wohl fühlte. Es war leider Gottes nicht das Schaf und leider Gottes nicht der Hahn, seine einstigen Wegbegleiter und einzigen Wesen, die ihn jetzt noch erretten konnten.
Das Eichhörnchen setzte seine Reise fort. Eine Reise voller Geschrei, Gewalt, Bächen aus fließendem Feuer. Ja er war dem Tode sehr sehr nah.
Es hieß lauf! Lauf! Weg von hier! In bekannte Gefilde! Dorthin wo liebe und Freude regiert.
Lauf kleiner Nager! Lauf!
Das Eichhörnchen lief. Es lief und lief, so weit die kleinen Beine es trugen.
Was war das? Gelächter. Lautes Gelächter! Seit einigen Stunden war das Wesen des Eichhörnchens mit einem dicken Schleier überzogen. Mit letzter Kraft der Musik hinterher, in Richtung Gelächter.
Mit einem letzten Ruf nach Hilfe verließ die kraft unseren Freund.
Er wurde errettet.
Manche nennen es Zufall, manche Schicksal. Was es war weiß niemand so genau. Achtet auf das was ihr tut!
12. Mai 2008 um 5:33
klingt nach einem guten samstag…
12. Mai 2008 um 6:19
Mehr oder weniger gut!
13. Mai 2008 um 8:10
hm
3. Juni 2008 um 3:32
haha haha